* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt




Webnews







Siehst du dieses Licht?

Mein Tag begann mit einem Termin beim Caritasverband, wo ich mit zwei Suchtberatern und einem Kreisjugendpfleger ein Gespräch hatte. Thema war Alkoholkonsum von Jugendlichen, Folgen und Prävention. Das Wort Prävention trieb meine Nackenhaar schon vorzeitigt dermaßen in die Höhe, wie es mein Schwanz nicht mal beim Anblick von Jenna Jameson schafft. Aber dann wurde es mir auf einmal klar. Prävention bei der Jugend ist kein Problem. Der Grundgedanke dieses Konzeptes verschafft uns einen immensen Vorteil. Wenn die ganzen kleinen Zwergpinscher erst mal aufhören zu saufen, bleibt viel mehr für uns übrig.

 

Natürlich ergibt sich ein Problem. Prävention ist nur aus Sicht der Behörden erfolgreich, es wird ziemlich überschätzt. Viel mehr Erfolg versprechen wohl Projekte in Eigeninitiative, teilweise behaftet mit dem negativen Begriff Lynchjustiz. Dabei steht hinter all dem doch nur das alte Testament. Irgendwo steht da bestimmt drin: „Klaust du mir meinen Schnaps, mach ich dich alle, du kleiner Bastard!“. Genau wie im Koran steht: „Bomb ich mich weg, krieg ich 72 Jungfrauen!“.

 

Das alles und jeder in unserer Gesellschaft säuft, ist kein Geheimnis. Die Gesellschaft ist dermaßen im Arsch, das man selbst mit Grubenlampe den Ausgang nicht mehr finden würde. Das Problem besteht nun eigentlich darin, dass es keinen kümmert, wenn irgendwelche Pisser, kaum fähig die Flasche Bier zu halten, uns den Schnaps wegsaufen. Weil alle annehmen das uns das Zeug niemals ausgeht. Das dachte man allerdings auch lange beim Öl. Seit aber die Olivenbäume reihenweise eingehen ist die Aussichtslosigkeit unser Situation jedem bewusst.

 

Offensiv gegen die Minderjährigen vorzugehen gestaltet sich allerdings als schwierig. Spätestens seit Montag wird dich jeder Polizist von hier bis Virginia schief anschauen, wenn du deine Schrotflinte durch die Straßen schleifst. Still und heimlich könnte man sie natürlich auch in einen Sack packen und im Fluß ertränken. Da es auf den Sommer zugeht ist allerdings auch das schwierig. Jedem Weißwurst fressenden Sandalen tragendem Bierbauch-Touri würde relativ schnell aufgehen, dass an den Stränden Mallorcas diesmal etwas anderes als Quallen angeschwemmt wurde.

 

Ich resigniere. Also bleibt mir doch nur das Mittel der Prävention. Ich packe meinen Notizblock aus, krame meinen Kugelschreiber aus der Tasche und beginne mir die Wege der Prävention zu notieren. Und die Tage piss ich den Gnomen auf den Kopf. Wenn ich in meinem Artikel behaupte das Alkohol eine Seuche ist. Und den Eltern rate die Kids lieber windelweich zu prügeln, bevor diese den gottverfluchten Alkohol anrühren. Ich erwische so zwar nicht alle, aber doch den ein oder anderen. Guerilla-Taktik nennt sich das.

18.4.07 20:58
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung