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Kernkraft falsch verstanden - mehr Gummiboote

Kater – tragen meist verschiedene Namen wie Tom, Garfield oder Fritz. Manche scheißen aber auch auf den Namen und zeichnen sich durch andere Attribute aus, meist sind das höllische Kopfschmerzen und Übelkeit, verbunden mit einer Scheiß-auf-Alles Mentalität, die nur von der Hoffnung überwogen wird, dass das alles bald vorbei ist.

Gefickt wirst du richtig wenn dann noch andere Faktoren dazu kommen. Beispielsweise liegst du mit diesen abartigen Kopfschmerzen nicht in deinem eigenen Bett, sondern in irgendeiner abgefuckten WG, deine Wohnung ist eine halbe Stunde Autobahn entfernt und du bist der Fahrer. Als ob das nicht genug wäre tanzen dann auch noch drei Frauen um dich herum, springen auf dem Bett einschließlich dir auf und ab, und labern was das Zeug hält. Alles was dir übrig bleibt ist unter die Decke zu kriechen und zu hoffen, dass tatsächlich alles ein Ende hat. Eine andere Option erfordert den Einsatz von Schrotflinten und Backsteinen.

Die einzige Chance auf Linderung liegt innerhalb einer Zeitspanne von vielleicht zehn bis zwanzig Minuten nach dem Aufstehen. Man spürt dass etwas auf dem Weg ist, der hämmernde Schmerz im Kopf bereitet schon seine Strategie für seinen Angriff vor, aber noch steckt er in der Planung. Und man sollte diese kurze Frist bis zum unausweichlichen Showdown damit nutzen, vor dem Waschbecken zu knien und ein Glas Wasser nach dem anderen zu stürzen, gefolgt von Aspirin und einem in Salzlake schwimmenden Hering. Denn zwanzig Minuten später ist einem vielleicht schon so schlecht das jegliche Nahrungsaufnahme, sei sie nun flüssig oder fest, unmöglich wird. Auch wenn wir uns nichts vormachen sollten. Den Kater verhindern wir dadurch nicht. Wir machen ihn nur erträglicher.

Während mir das klar wird befinde ich mich für meinen Teil schon auf der Autobahn und bete, dass mich die Polizei nicht anhält. Mit der Berechnung das der Körper pro Stunde circa 0,1 Promille des Alkoholgehalts in deinem Körper abbaut komme ich höchstwahrscheinlich immer noch auf einen Wert der um die 1 liegt. Eins zuviel. Wobei mir die Kopfschmerzen nach wie vor mehr zu schaffen machen. Verfluche ich sonst immer die Spacken die mit 60 km/h durch die Gegend gondeln macht mir das heute nichts aus. Diesmal bin ich der Spack. In aller Ruhe drehe ich meine Bahnen und falle schon fast in einen meditativen Zustand, eigentlich nur noch darum bemüht das Auto bei nächster Gelegenheit nicht in den Graben zu setzen.

Nach einer beinahe Kollision komme ich endlich zuhause an, falle auf meine Couch und aktiviere das sinnlose Geplänkel im Fernsehen. Nach einer Rücksprache mit meinem Magen, der sich immer noch nicht sicher ist ob er meinem Gehirn jetzt den Befehl zum Kotzen oder zum Burger holen geben sollte, pumpe ich ihn nochmals mit Flüssigkeit und Aspirin voll. Scheiß drauf, heute abend wird weitergesoffen.

3.4.07 11:57
 


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